Fußball-Technik und Ziele des Techniktrainings

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Im Fußball steht der Begriff „Technik“ für alle koordinativen Fähigkeiten bzw. Bewegungen (mit und ohne Ball). Techniken mit Ball umfassen Passen, Schießen, Dribbeln, etc., Techniken ohne Ball können Lauftechniken und Sprungtechniken oder auch Tacklingtechniken sein.

Warum sind Fußballtechniken so wichtig?

Fußballtechnik benötigt man, um in taktischen Spielsituationen die gewünschte Handlungsweise umsetzen zu können. Eine ausgereifte Technik ist Gundvoraussetzung für guten Fußball. Deshalb kann man Technik, insbesondere Grundtechniken wie Passen, Schusstechniken und Ballannahme gar nicht oft genug trainieren. Umfassendes Techniktraining wird besonders im Jugendfußball häufig stark vernachlässigt.

Aber besonders hier sind sehr schnell Lernfortschritte sichtbar. Je früher man mit Techniktraining beginnt, desto besser.Hier finden Sie einen Überblick über im Fußball benötigte Techniken. Auch das Vorgehen beim Techniktraining wird kurz erläutert. Das sollte helfen, vor allem beim Erlernen von neuen Techniken im Training richtig vorzugehen.

Techniken im Fußball

Die Grundtechniken im Fußball sind sicherlich das Passen (Innenseite), das Schießen (inklusive Kopfball), die Ballannahme und die Ballkontrolle bzw. das Dribbling. Erweitert man die Grundtechniken, so kommen Ausspielvarianten (Finten, Täuschungen oder Tricks) Tacklingtechniken (Zweikampfverhalten), Lauftechniken (vorwärts, rückwärts, seitwärts, Richtungswechsel) und Pass- und Schusstechniken mit verschiedenen Teilen des Fußes (Innenseite, Außenseite, Spann, Hacke/Ferse) hinzu.

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Technik muss angewendet werden

Fußballtechnik sollte nicht nur „trocken“ beherrscht werden, sondern müssen unter höchstem Zeit-, Raum- und Gegnerdruck angewendet werden. Das ist Vorussetzung für erfolgreiches Spielen im modernen Fußball. Die herausragenden Fußballer unserer Zeit sind vor allem auf dadurch so erfolgreich, weil sie eine unglaublich gute Technik besitzen.

Dabei kann das letztendliche Spiel durchaus komplett anders aussehen, das zeigt etwa der Vergleich zwischen Christiano Ronaldo und Lionel Messi. Deren Spielanlage und eingesetzte Techniken sind unterschiedlich, Weltklassespieler sind beide. Ronaldo als klassischer Stürmer setzt häufig Ballannahme- und Mitnahmetechniken im engen Raum ein, um dann schnell zum Abschluss zu kommen (wenn er nicht gerade direkt abschließt). Messi ist viel in längeren Tempodribblings unterwegs, häufig von außen in den Strafraum.

Weitere Links zu Technikthemen:

Isoliertes oder eingebundenes Techniktraining? – Beides!

Aber im richtigen Verhältnis. Isoliertes Techniktraining mit hoher Wiederholungszahl ist bestimmt gut, um die Grundform einer Technik zu erlernen und den Körper an die Bewegung und Haltung zu gewöhnen. Auch im Aufwärmteil des Trainings lassen sich solche Elemente mit niedriger Intensität gut einbauen.

Das kann auch im Einzeltraining passieren.

Sobald aber die Technik einigermaßen beherrscht wird, bin ich der Meinung, dass man stärker in Richtung Anwendung im Spiel oder zumindest in einer Spielsituation arbeiten sollte (siehe oben). Das bedeutet dann, dass man Übung wählt,

  • bei denen die Spielerinnen und Spieler die richtige Technik wählen müssen
  • etwas mehr Zeit- und Gegnerdruck haben
  • sich gleichzeitig orientieren müssen, was um sie herum geschieht
  • eine Voraktion (z. B. Freilaufen) und eine Anschlussaktion (z. B. einen Torabschluss oder eine Flanke) durchführen müssen

So gelingt es nach und nach, die „neue“ Technik in den gesamten Spielablauf einzubinden. Das führt zu einer erhöhten Spielkompetenz der Spielerinnen und Spieler.

Fazit:

  • Isolierte Techniken sind eine gute und wichtige Grundlage
  • nach dem Erlernen der Grundform stehen Entscheidung für die richtige Technik und ihre Anwendung im Mittelpunkt
  • Ziel ist es, die richtige Techniken unter Zeit- und Gegnerdruck anzuwenden, um im Spiel erfolgreich zu sein
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