Und das Trainerkarussell dreht sich

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Bereits früh in der Bundesligasaison 2020/21 Begann der Reigen um neue Trainer. David Wagner, Achim Beierlorzer, Lucien Favre und Manuel Baum waren die ersten Kandidaten, die ihren Trainerstuhl räumen mussten. Doch je näher die Saison 20/21 sich dem Ende nähert, desto bunter wird es. Angefangen hatte dabei alles mit Edin Terzic, dessen Vertrag zum Ende des Bundesligaspieljahres ausläuft und der von Marco Rose beerbt wird.

Nicht nur der Ball, der sich dreht

Die einen nenne es Trainerwechsel; andere definieren das, was derzeit in der Bundesliga abläuft als Stühlerücken. Garniert wurde dies nun letztendlich mit dem Trainerwechsel von Julian Nagelsmann von RB Leipzig zum FC Bayern München. Ganze 25 Millionen lässt sich der Rekordmeister den Transfer kosten. Dort beerbt er Hansi Flick, dessen Abgang selbst ein gewisses „Gschmäckle“ zu haben scheint. Mit Blick auf die Top-Teams der Liga zeigt sich zudem: Nach aktuellem Stand werden wohl alle sieben großen Klubs mit einem neuen Trainer in die kommende Saison gehen. Dabei geht es sicher nicht alleine um die Frage, wie gegen welches System gespielt wird?

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Mit einem Blick auf die 2. Liga setzt sich der Trend im Übrigen fort. Denn dort geht es bis in die letzten Spiele ebenfalls um nichts anders als: Wem gelingt der Sprung in die 1. Bundesliga? So hat der Hamburger SV noch kurz vor Schluss ihren bisherigen Verantwortlichen auf dem Trainerstuhl Daniel Thioune freigestellt. Für ihn übernimmt Horst Hrubesch. Er soll den HSV doch noch im Rennen um den Aufstieg halten. Denn wie schon in der vergangenen Saison startete der Traditionsklub sehr gut in die Saison, zerbricht jedoch auf den letzten Metern abermals.

So gab es zuletzt ein 1:1 auswärts gegen Jahn Regensburg, davor ein 1:1 gegen den Karlsruher SC und am 29. Spieltag hagelte es ein deprimierendes 1:2 gegen den SV Sandhausen. Womit sich das Ergebnis von Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 wiederholte. Am Ende steht ein Tabellenplatz, bei dem es mit zwei Spielen mehr als Holstein Kiel extrem schwer wird, überhaupt noch die Relegationsspiele für die 1. Bundesliga zu erreichen.

Spannung pur

In der 1. Bundesliga hingegen geht es oben noch um die europäischen Plätze und somit darum, ob Adi Hütter, Marco Rose oder Oliver Glasner kommende Saison Champions League oder Europa League spielen werden. Ganz unten, am Ende des Tableaus steht bisher einzig der FC Schalke 04 sicher in der 2. Liga. Der 1. FC Köln, der kurz vor Schluss noch Friedhelm Funkel auf den Trainerstuhl setzt, Werder Bremen mit Florian Kohfeldt, dessen Stuhl bedenklich wackelt, Arminia Bielefeld, die erst im März Frank Kramer für den Klassenerhalt holten, Hertha BSC mit „Retter“ Pál Dárdai, der FCA, zu denen Markus Weinzierl zurückkehrt ist sowie der 1. FSV Mainz 05, wo seit Januar Bo Svensson das Ruder übernommen hat, könnten alle noch auf die Abstiegsränge rutschen.

Allerdings gibt es auch unter den Trainern Ausnahmen. Einer wurde gerade genannt: Florian Kohfeldt. Seit 10.11.2017 ist er bei Werder im Amt. Das Trainer-Urgestein jedoch ist Christian Streich. Seit dem 29.12.2011 ist der Fußballlehrer aus Weil am Rhein bei den Freiburgern und wird den Verein erst zum Karriereende verlassen. Dabei saß er in 210 Bundesliga-Spielen auf der Trainerbank des SC Freiburg, 34 Spiele nahm er in der 2. Bundesliga auf diesem Platz und führte den Verein in 6 Spielen in der Europa League. Dabei gelangen mehr als 405 Tore seiner Spieler.