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Fußball-Videoanalyse im Amateurbereich nutzen

Eine sinnvolle Videoanalyse im Amateur- und Jugendbereich im Fußball wie z. B. die Videoanalyse von Spielen und auch von Einzelspielern (z. B. Bewegungsanalyse bei Koordinations- und Technikaufgaben) ist mittlerweile mit geringem Mitteleinsatz möglich.

Vorteile der Videoanalyse

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Verbesserungs-/lernprozess der Mannschaft und Spieler im taktischen Bereich kann festgehalten und überprüft werden. In Mannschaftsbesprechungen können Fehler und auch gute Aktionen in aufbereiteter Form gezeigt und besprochen werden. Im individuellen Bereich sehe ich besonders den Vorteil, dass man Spielern ihre Bewegungsmuster aufzeigen und Verbesserungen visuell deutlich machen kann.

Smartphone oder Kamera?

Will man das nun realisieren, stellt sich wohl zuerst die Frage nach der notwendigen Kameraausstattung/Technik. Ist etwa ein normaler Camcorder im Preisbereich bis 300 Euro ausreichend oder sind Profigeräte nötig? Heuzutage geht es fast schon mit einem Mittelklassesmartphone oder -tablet, das eine gute Kamera besitzt. Mit einer App wie Coach’s Eye hat man schon alles, was man braucht.

Außerdem muss man bewerten, ob die Umgebungsgegebenheiten (Licht, Lage des Platzes) eine ausreichend gute Aufnahme möglich machen. Findet sich etwa ein geeigneter Standort für die Kamera(s) oder muss er künstlich hergestellt werden (Podest/Turm, habe ich schonmal bei Darmstadt 98 neben dem Fußballplatz gesehen)? Insofern kann man sich für die Heimspiele (wenn sie immer auf dem gleichen Platz stattfinden) schon ganz gut einrichten, denke ich.

Videoanalyse: Konzentration auf die wichtigsten Szenen

Zu guter Letzt sollte, wenn man sich nicht auf das bloße Abspielen eines Videos oder bestimmter Szenen beschränken will, eine Software vorhanden sein, die grafische Ergänzungen/Hervorhebungen einzelner Spielszenen und Spielzüge, Zooms, Schnitte etc. zulässt. Hier bin ich kürzlich auf das Open Source-Tool Kinovea gestoßen, das wohl alle notwendigen Funktionen hat. Mal sehen ob ich dazu komme, Kinovea in nächster Zeit mal zu testen.

Fehlt nur noch ein gutes Fußball-Video zum Analysieren…

Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere Blogleser hier Tipps geben oder von seinen Erfahrungen mit Videoanalyse im Amateur-/Jugendfußball-Bereich schreiben würde.

4 Gedanken zu „Fußball-Videoanalyse im Amateurbereich nutzen“

  1. Hallo Tobias,

    ja das ist wirklich beeindruckend, was technisch machbar ist. Aber für den Amateurbereich stellt sich eben immer die Frage, ob man das knappe Geld in die Analyse steckt oder eher in andere Bereiche. Wobei ich gesehen habe, dass die Jungs von Improof Football gar nicht so teuer sind (120 Euro pro Spiel, wenn man ein 10er Paket bucht). Wenn man in der Kreisliga nur einen „Star“ weniger verpflichtet, könnte man sich’s schon leisten. Oder man gewinnt einfach weniger, dann spart man die Siegprämie und hat auch noch was zum Analysieren! ;-)

    Grüße,
    Daniel

  2. Ich habe vor einigen Wochen im Rahmen eines Athletiktrainings eine Videoanalyse eines Fußballspiels bei Improof Football beobachten dürfen. Leider kommen statt Open-Source-Tools hochspezialisierte (und wahrscheinlich sehr teure) Programme und Geräte zum Einsatz, aber die resultierende Analyse der Spielzüge ist schon beeindruckend.

  3. Habe Kinovea mal kurz mit einem Video aus dem Internet getestet. Die Darstellungs- und Markierungsmöglichkeiten sind absolut überzeugend. Aus meiner Sicht kann ich das Tool auf jeden Fall empfehlen, vor allem aufgrund des unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses.

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