E-Jugend Training – alle wichtigen Inhalten und Schwerpunkte

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E-Jugend Training lebt von der richtigen Mischung aus Spielen und Üben. Die Arbeit dreht sich immer noch stark um die technischen und koordinativen Fähigkeiten. Sie wird nach und nach um erste gruppentaktische Varianten ergänzt. Aber die Technik und das 1 gegen 1 stehen aber im Vordergrund. Die E-Jugend in der U10 und U11 sind ist lernfähig und oft hoch motiviert und mit Freude bei der Sache. Das macht es dem Trainer leicht, mit einfachen aber abwechslungsreichen Trainingseinheiten die wichtigen Grundlagen im technischen und taktischen Bereich zu legen.

Inhalte des Artikels:

E-Jugend Training: Rahmenbedingungen und Eigenschaften der Altersklasse:

In der E-Jugend (U10 und U11) hat man, vor allem bei gemischten Jahrgängen, große Unterschiede bei den technischen und koordinativen Fähigkeiten. Während der junge Jahrgang oft noch sehr nah am F-Jugend-Fußball ist, ist der ältere Jahrgang schon auf dem Weg in den Übergangsbereich (körperlich und geistig). Die motorische Lernfähigkeit ist bei beiden Gruppen vorhanden. Allerdings muss man darauf achten, dass man die doch noch eher geringe Konzentrationsfähigkeit der Kinder nicht überstrapaziert.

In der E-Jugend sollte man dennoch mindestens 2 mal pro Woche 90 Minuten trainieren, ein 3. Mal beschleunigt das Lernen deutlich. In andere Sportarten hat man in diesem Alter schon viel mehr Trainingszeit zur Verfügung. Hier lohnt es sich, ernsthaft darüber nachzudenken, ob sich der Fußball auch hier weiterentwickeln sollte. Kinder sollen sich ohnehin mindestens 60-90 Minuten am Tag intensiv bewegen. Da kommt doch so ein Fußballtraining gerade recht.

E-Jugend Training: in passenden Gruppen trainieren

Wer sich in allen Altersklassen etwas auskennt, wird Ähnlichkeiten zur C-Jugend feststellen, wo es auch große körperliche und motorische Unterschiede zwischen den Spielern gibt. Für das Training kann es deshalb immer wieder ganz gut sein, wenn man die Spieler in homogene Gruppen einteilt, um etwa Zweikämpfe zu trainieren. Das gleiche gilt für die Spielstärke. Hat man eine eher gemischte Mannschaft, was die Trainingserfahrung und das Spielniveau angeht, ergibt es Sinn, im Training in kleinere Gruppen zu arbeiten. Die etwas besseren und erfahreneren Kinder trainieren dann einzelne Übungen unter sich, ggf. mit etwas höheren Anforderungen. Die anderen haben es dann (in der gleichen Übung) etwas leichter. Das heißt, man lässt ihnen mehr Zeit und Raum oder trainiert einzelne Elemente ohne Gegner.

E-Jugend-Training: Technik und Taktikgrundlagen
E-Jugend-Training: Technik und Taktikgrundlagen

Trainingsinhalte in der E-Jugend: Technisch-spielerische Vielseitigkeit mit Schwerpunkten

Das Training in der E-Jugend lebt von Spaß und Abwechslung. Besonders das spielerische Geschick kann schon viel gezielter weiterentwickelt werden als in der F-Jugend. Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Fokus [Quelle: DFB.de]:

  • Fußballspielen lernen wie im Straßenfußball: kleine Mannschaften und verschiedene Felder
  • Geschicklichkeit und Schnelligkeit mit dem Ball (Dribbling und Ballführung)
  • Kennenlernen und Erlernen der wichtigen Fußballtechniken – auf Beidfüßigkeit achten
  • Taktische Grundregeln: vor allem Raumorientierung und -aufteilung (Positionsspiel und Freilaufen)
  • Individuelle Entwicklung – Mit Siegen und Niederlagen umgehen lernen

Man sieht also, dass Taktik eine untergeordnete Rolle spielt. E-Jugendliche brauchen, je nach Trainingsalter, noch viele Grundlagen. Dazu gehören die richtige Passtechnik und das erste Einführen des gezielten Torschusses mit dem Spann. Auch verschiedene Ballannahmetechniken sollten den Kindern vermittelt werden.

Wenn es in der E-Jugend gelingt, dass die Spieler nach den zwei Jahren beidfüßig:

  1. den Ball einigermaßen im Dribbling kontrollieren können inkl. Richtungswechsel,
  2. einen Innenseitpass spielen können
  3. den Ball annehmen können (Innenseite flach / halbhoch)
  4. aufs Tor schießen (Grundform des Vollspanns),

dann ist im technischen Bereich schon viel erreicht. Dabei muss man beachten, dass die individuelle Entwicklung sehr unterschiedlich abläuft. Einige Kinder lernen schneller, andere brauchen ihre Zeit. Wichtig ist auch, dass man das gezielte Trainieren nicht übertreibt, sondern Techniken auch immer wieder in Spielformen einbaut, z. B. mit Provokationsregeln.

Taktische Inhalte in der E-Jugend

Im Bereich der E-Jugend-Taktik sollte man sich mit folgenden wichtigen Grundlagen beschäftigen, da sie später einmal wichtig für die weiteren Lernstufen im Fußball sind:

  • die spieloffene Stellung,
  • das Freilaufen im Raum und in den Raum (ansatzweise),
  • 1 gegen 1 offensiv und defensiv und
  • 2 gegen 1 sowie 3 gegen 2-Situationen
  • Zweikampftraining

Wenn man diese Themen ansatzweise erarbeiten kann, dann sieht das Spiel der Mannschaft bei allen Leistungsunterschieden im Team garantiert richtig nach Fußball aus. Am wichtigsten ist aber, dass sich die Spieler einzeln weiterentwickeln, sich technisch und vom Spielverständnis verbessern. Und natürlich ist es auch möglich, sich ganz allgemein dem Thema Aufstellung/Mannschaftstaktik im 7 gegen 7 zu nähern. Denn auch hier kann man die oben genannten Inhalte super verpacken, wenn man die richtigen Schwerpunkte im Hinterkopf hat:

Die neuen Spielformen im Kinderfußball (3 gegen 3 bis 7 gegen 7) sorgen sowieso dafür, dass auch in der E-Jugend in kleinen Teams gespielt wird. Dadurch haben alle Kinder Spielmöglichkeiten und profitieren beim Lernen von vielen Ballkontakten.

Spaß steht im Vordergrund

Wie oben erwähnt, hilft eine Mischung aus kleinen Spielen und einfachen technischen Übungen (vor allem auch im Aufwärmen) den E-Junioren am besten, sich technisch und spielerisch weiterzuentwickeln. Wenn man dann als Trainer noch die nötige Entspannung an den Tag legt und die Kleinen sich in Ruhe entwickeln lässt, kann eigentlich nichts schiefgehen.