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Sponsoren – Die Essenz des Fußballs

In keinem Fall ist es notwendig, bis hinauf in die Bundesliga zu blicken, um sich ein Bild von der großen Bedeutung der Sponsoren zu machen. Selbst Kreisliga-Mannschaften und Jugendclubs sind in entscheidendem Maß auf eine solche Förderung angewiesen. Dabei bieten sie in Sachen Marketing bei weitem nicht den Mehrwert für ein Unternehmen, wie er in der Welt der Profis erreicht werden kann. Die essentielle Bedeutung, die den Sponsoren zugesprochen werden kann, ist für uns in jedem Fall ein Grund, eine genauere Betrachtung dieses Faktors in die Wege zu leiten.

100 Euro-Schein

Der Blick auf die Bundesliga

Natürlich lässt sich viel darüber streiten, wie sehr die Kommerzialisierung in der ersten deutschen Bundesliga bereits vorangetrieben wurde. Es liegt auf der Hand, dass nur die Vereine sportlich noch mithalten können, die dazu in der Lage sind, gut zu wirtschaften und die entsprechenden Einkünfte zu generieren. Die Sponsoren, die es auf das Trikot der Vereine schaffen, sind dabei ganz unterschiedlicher Natur. Hertha BSC Berlin schloss beispielsweise einen Vertrag mit dem bekannten Online Casino Anbieter bet-at-home.com ab. Die Branche selbst scheint auch mit ihren finanzstarken Online Casinos immer mehr Einfluss auf die Vereine zu nehmen. Denn zum einen setzen Fans gerne auf den Gewinn ihres Lieblingsvereins und zum anderen bekennen sich auch immer mehr Sportler zu ihrem Hobby.

Doch das Trikot stellt in der Praxis nicht die einzige Möglichkeit für einen Verein da, um mit der Hilfe eines Sponsors Geld zu verdienen. Angefangen bei der Bandenwerbung werden viele Flächen verkauft, die den Vereinen Millionensummen pro Jahr abwerfen. Im Stadion selbst werden auch die Fans immer wieder mit neuen Anzeigen konfrontiert. Einerseits geschieht dies zum Beispiel über die Stadionzeitung, deren Druckkosten sich oft nur auf diese Weise finanzieren lassen. Auch die Videowände, die während des laufenden Spiels nur sehr selten benötigt werden, tragen ansonsten die Logos bekannter Marken auf sich. In der Halbzeit wiederum wird das Spielfeld selbst zu einem Ort der Werbung. Inzwischen sind alle Vereine dazu übergangen, zumindest den Mittelkreis mit einem großen Banner auszulegen. In manchen Fällen werden sogar die beiden Tore für 15 Minuten mit Werbeanzeigen verschlossen.

Werbung im TV

Der Großteil der Gelder, die die Vereine durch das Marketing kassieren, fließt indirekt in die eigenen Kassen. Denn besonders die Fernsehrechte für die Übertragung der Spiele sind im Wert stark gestiegen. Dies hat mit der Aufmerksamkeit der Massen zu tun, die sich auf das Spiel richtet. Einerseits bedeutet dies für ein Unternehmen, das sich für einen solchen Werbeplatz entscheidet, dass sehr viele Rezipienten in den Kontakt mit dem eigenen Angebot kommen, obwohl dies in vielen Fällen nur auf einer unterbewussten Ebene geschieht. Auf der anderen Seite lässt sich sogar die Zielgruppe, die schließlich davon angesprochen wird, relativ stark eingrenzen. In der Regel sind es Männer in jungem und mittlerem Alter, an deren Interessen appelliert wird. Entsprechend oft wird zum Beispiel Werbung für das neue Auto eines Herstellers gemacht, welches während des ganzen Spiels präsent bleiben soll.

Auswirkungen auf den Markt

Gerade die TV-Gelder haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass sich die wirtschaftlichen Dimensionen im Fußball noch einmal klar gewandelt haben. In der Vergangenheit war es nie denkbar gewesen, für einen Spieler eine Ablöse von mehr als 100 Millionen Euro zu zahlen. Inzwischen gibt es in jeder Transferperiode den einen oder anderen Verein, der dann doch dazu bereit ist, so tief in die Tasche zu greifen, um sich sportliche Leistung zu sichern. Grund dafür sind die hohen TV-Gelder, die direkt an die Vereine ausgeschüttet werden. Sie sind inzwischen in vielen Fällen wichtiger als die direkten Prämien, die zum Beispiel durch die Teilnahme an der UEFA Champions League generiert werden können. Unter dem Strich wird sich diese Entwicklung wohl auch in den kommenden Jahren in einer solchen Form fortsetzen, sofern keine Maßnahmen ergriffen werden.

Autor:

Schwarzmaler, Chefkritiker, A-Lizenz

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