Für Trainer ebenso wie für andere Verantwortliche im Fußball bildet der Live-Betrieb immer mehr ein wertvolles Lehrmittel. So kann man die dank der Echtzeit-Analysen erhaltenen Daten sowie Erkenntnisse gleich im Training heranziehen. Verfolgen Sie ebenfalls Live-Fußball, können Sie etwa den DAZN Bet Bonus erhalten und diesen anschließend für Ihre Tipps nutzen. Doch welche Erkenntnisse können zuvor die Betreuer für ihre Teams ziehen und wie können sie die Früchte hieraus ernten?
Das macht bei der Echtzeit-Analyse den Unterschied aus
Wenig überraschend bildet die Unmittelbarkeit der Live-Analysen deren größten Vorteil gegenüber der klassischen Videoanalyse. Dank der Auswertung in Echtzeit lässt sich noch während der Partie erkennen, ob ein Pressing-Plan der eigenen Elf oder des Kontrahenten aufgeht, inwiefern Räume entstehen und ob mindestens ein Spieler konditionelle Probleme hat. Geht es um die Analyse der eigenen Mannschaft, kann ein Trainer mitunter auch das laufende Spiel wieder in die richtige Richtung lenken. Doch unabhängig davon stellen diese Daten auch eine Grundlage für die kommenden Trainingseinheiten dar. Dabei verfolgt ein Analyst das Geschehen und schneidet Schlüsselszenen mit, ehe er das Trainergespann mit notwendigen Informationen versorgt.
Zu den Live-Daten, die diese modernen Systeme liefern, zählen unter anderem:
- Mehrmals pro Sekunde erfassen Tracking-Systeme die Positionsdaten jedes einzelnen Spielers, was auch die Teamstruktur sichtbar macht.
- Wie aggressiv eine Mannschaft gegen den Ball arbeitet, sprich die Pressing-Intensität, zeigen Kennzahlen wie PPDA.
- Die xG-Werte stehen für die erwartete Torausbeute und untermauern, wer die besseren Tormöglichkeiten herausspielt.
- Ebenfalls immer bekannter sind die Heatmaps, an denen Sie erkennen können, wo sich ein Akteur bevorzugt aufhält. Gleichzeitig lässt sich dadurch zeitnah die Entstehung gefährlicher Lücken entdecken.
- Wenig überraschend nur beim eigenen Team können die Verantwortlichen GPS-Westen heranziehen. Diese liefern laufend Daten zu Laufwegen, Distanzen, Sprints und Ermüdung.
Inwiefern die Beobachtung bei der Halbzeitansprache weiterhelfen

Wie wir bei der WM gesehen haben, ist das teils auch bei den Hydration Breaks möglich, aber insbesondere beim Seitenwechsel sind diese Daten besonders wichtig. Oder besser gesagt: Während die Akteure zur Halbzeit verschnaufen, werten die Analysten die erste Spielhälfte aus und versorgen das Trainerteam mit den wichtigsten Erkenntnissen. Und so kann das Gespann entgegensteuern, wenn etwa der Kontrahent regelmäßig über die rechte Seite durchbricht oder das Team im Aufbau den Ball viel zu oft verliert. Natürlich wäre eine Datenflut für die Spieler suboptimal, aber zwei, drei konkrete taktische Anpassungen können in der zweiten Hälfte mitunter den Unterschied ausmachen.
So können Live-Erkenntnisse ins Training einfließen
Während des Spiels lassen sich also nicht mehr als zwei, drei Anpassungen den Spielern mit auf den Weg geben. Doch nach der Begegnung entsteht dann der eigentliche Mehrwert dieser Arbeit. Denn maßgeschneiderte Trainingsinhalte sind sehr wohl möglich, und es lässt sich an wiederkehrenden Mustern arbeiten.
Angenommen, es kommt regelmäßig zu Ballverlusten im Spielaufbau, liegt der Fokus auf Rondos und drucksicheren Passübungen. Oder gezielte Ausdauer- und Intervalleinheiten können weiterhelfen, wenn das Team in der Schlussphase in konditioneller Hinsicht abbaut. Lässt man nach Standards zu viele Gegentreffer zu, widmet sich das Gespann intensiver der Verteidigung von Ecken und Freistößen.
Um es in wenigen Worten zusammenzufassen, liefert das Training die Therapie nach der durch die Live-Beobachtung ermöglichten Diagnose. Vorausgesetzt, die Übungen sind möglichst spielnah, denn nur so lassen sich die Probleme dann auch in der Partie unter Kontrolle bringen. Zuvor sehen die Akteure bei einem Videofeedback die jeweiligen Szenen und können so besser nachvollziehen, worauf mit der Übung entgegengewirkt wird.

